Kulturhaus "Kultur im Oberbräu", Holzkirchen

Das denkmalgeschützte Gebäude, erbaut im Jahr 1896 durch Karl Stöhr, war Teil eines Brauereiensembles und beinhaltete neben Ställen und deren Nebengebäuden auch einen reichverzierten Festsaal.   

Setzungen der Fundamente, teilweise fehlende  und/oder zu geringe Fundamente führten zu massiven Rissen in Wänden und Decken. Betroffen waren vor allem die böhmischen Gewölbe im Erdgeschoss sowie die Stukkaturen an Wänden und an der Decke im Festsaal im Obergeschoss. 

Im Rahmen der Umbaumaßnahmen in ein Kultur- und Bürgerhaus wurden nachträglich hinzugefügte Einbauten rückgebaut, Fundamente erneuert, die Risse in Wänden und Gewölben saniert sowie die wertvolle Raumschale mit ihren Stuckaturen im Festsaal restauriert.  

Der Dachstuhl aus „Polonceau“-Trägern mit einer Spannweite von ca. 13 Metern stellt eine für die damalige Zeit herausragende Ingenieurleistung dar. An diesen filigranen Stahlträgern ist über Drähte die gesamte Saaldecke angehängt, welche aus einer dünnen, tonnenförmigen, armierten Gipsschale besteht.   

Im östlichen Teil des Erdgeschosses, der heute das Foyer und das Kulturcafe beherbergt, finden sich böhmische Kappengewölbe mit unterschiedlichen Spannweiten. Im westlichen Teil war früher ein Stall untergebracht, der traditionell mit einer preußischen Kappendecke überwölbt wurde.  

Diese Deckenkonstruktion, aufgrund ihrer für die damalige Zeit außergewöhnlich hohen Spannweite wesentlicher Bestandteil der Denkmaleigenschaft, wurde aufwändig saniert und teilweise rekonstruiert. Sie bildet heute den Rahmen für Theateraufführungen als Bestandteil des neuen „Foolstheaters“.

Der Teil des Obergeschosses, in dem sich früher ein Heustadl befand, wurde im Rahmen der Sanierung komplett entkernt und in zwei Geschosse unterteilt. So finden sich im 1.Obergeschoss hier heute ein Tanz- bzw. Theaterprobenraum und eine Cateringküche sowie im 2.Obergeschoss ein Film-Kunst-Kino.

Standort: Marktplatz 18a, Holzkirchen
BGF: 2.800m²
Saalfläche: 350m²
Umbauter Raum: 11.000m³
Leistungsphasen:
1-4 HOAI
5-9 HOAI in ARGE mit Ing.-Büro Marcon/ Miesbach

Aufzuganbau, Agnesstrasse, München
Fünfgeschossiges denkmalgeschütztes Wohngebäude aus der Jahrhundertwende im Innenhof einer Blockrandbebauung in Schwabing.
Zur zeitgemäßen Erschließung der Eigentumswohnungen wurde ein Außenaufzug im Innenhof angebaut.
Stahl-Glas-Konstruktion über 5 Geschosse.


Standort: Agnesstraße, München
Geschosse: 5
Leistungsphasen: 3-8 HOAI

Gemeindebücherei Holzkirchen

Der im frühen Mittelalter erbaute Zehentstadl und späteres Rathaus wurde im Jahr 2001 zur Gemeindebücherei umgebaut.
Das Gebäude wurde bis auf die Kreuzgewölbe im Erdgeschoss, die tragenden Mauern und die Decken entkernt und die fehlenden Fundamente wurden ergänzt.
Der historische Dachstuhl aus dem Jahr 1842 konnte erhalten und freigelegt werden.

Standort: Marktplatz 1, Holzkirchen
BGF: 512m²
BRI: 2.100m³
Leistungsphasen: 1-9 HOAI

Fassaden- und Fenstersanierung, Grillparzerstraße, München

Die Fassade des im Jahr 1908 erbauten, denkmalgeschützten Gebäudes an der Grillparzer-/Ecke Prinzregentenstrasse weist eine sehr lebhafte Gliederung auf. Es finden sich zahlreiche Vor- und Rücksprünge, die als Erker oder Balkone ausgebildet sind. Zudem zeigt sich die Gliederung im Wechsel von glatten und profilierten Putzarten sowie in der Verwendung von Gesimsen und Lisenen als Gestaltungselement.
Diverse Fassadenelemente wie z.B. Stuckelemente und Putzlisenen wurden in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege rekonstruiert. Der aus den 1970er Jahren stammende Fensterbestand wurde teilweise durch Kastenfenster nach historischer Vorlage ersetzt.

Standort: Grillparzerstr.46, München
Geschosse: 5
Fassadenfläche: 1.400m² 
Leistungsphasen: 2/ 4-9 HOAI

Sanierung Jugenstilvilla, Maria-Theresia-Straße, München

Die denkmalgeschützte Jugendstilvilla an der Maria-Theresia-Strasse wurde 1897/1898 von Martin Dülfer erbaut. An dem Gebäude sind die charakteristischen Merkmale des beginnenden Jugendstils exemplarisch vorhanden, die z.B. an der Fassadengliederung, den Fensterproportionen und den Stuckelementen an der Fassade erkennbar sind.
Es erfolgte eine Komplettsanierung des 1. Obergeschosses sowie ein Ausbau des Dachgeschosses. Die originalen Kastenfenster konnten erhalten und restauriert werden, die Turmfenster wurden rekonstruiert.

Standort: Maria-Theresia-Str. 27
Geschosse: 4
BRI: 5.330m³
Wohnfläche: 866m²

Aufstockung und Sanierung, St.-Anna-Platz, München

Das Stadthaus gegenüber der Kirche St. Anna im Lehel wurde in den Jahren 1887 bis 1889 im Stil der Neurenaissance erbaut.
Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurde das denkmalgeschützte Gebäude um ein Geschoss aufgestockt und die gesamte Dachkonstruktion erneuert. Zudem wurden sowohl die straßenseitige als auch die hofseitige Fassade saniert. Fehlende Traufgesimskonsolen und Stuckprofile wurden ersetzt, Verblechungen erneuert und die historischen Kastenfenster restauriert. An der hofseitigen Fassade wurden Stahlbalkone angebracht.
Unter Ausbau eines ehemaligen Bachlaufs unter dem Gebäude und durch Trockenlegung und Unterfangung des Mauerwerks war der Einbau von Kellerräumen möglich.

2001 Fassadenpreis der Stadt München.

Standort: St.-Anna-Platz 4, München
Geschosse: 5
BRI: 2.000m³
Wohnfläche: 432m²

Zweibrückenstrasse, München

Das Gebäude an der Zweibrückenstrasse wurde im Jahr 1893 nach vielfachen Zerstörungen als Wohn- und Geschäftshaus wiederaufgebaut. Durch die weitreichende Hinterhofbebauung entsteht eine labyrinthartige Abfolge von Höfen und Durchgängen.
Die Baumaßnahmen bezogen sich auf die Sanierung von sieben Hofflächen mit Erneuerung von Abdichtung, Wärmedämmung und Granitbelag sowie der Farbgestaltung der Hofgebäude, wobei diese in enger Zusammenarbeit mit dem Bayr. Landesamt für Denkmalpflege erfolgte.

Standort: Zweibrückenstr. 8, München
Hoffläche: gesamt 560 m²
Leistungsphasen: 7-9